Jugendfeuerwehr besucht Werkfeuerwehr Evonik

Am Montag, 17.November 2014 trafen sich die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Alzenau pünktlich um 17.30 Uhr am Feuerwehrgerätehaus, um die Werkfeuerwehr Evonik im Industriepark Hanau-Wolfgang zu besuchen.

 

Dort angekommen wurden wir vom stellvertretenden Leiter der Werkfeuerwehr, Klemens Müller, empfangen. Der ausgebildete Brandinspektor ist selbst seit vielen Jahren aktives Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Alzenau und ermöglichte uns die Besichtigung der Werkfeuerwehr.

Im Anschluss an die Begrüßung fuhren wir auf das werkseigene Übungsgelände. Dort durften die Jugendlichen und Ausbilder den Umgang mit dem Feuerlöscher realitätsnah üben. Anfangs wurde das entzündete Lösemittel mit einem CO2-Löscher bekämpft, anschließend konnte man den Unterschied zwischen einer Brandbekämpfung mittels CO2-Löscher und einem herkömmlichen Pulverlöscher erfahren. Die Staubbelastung und Verschmutzung durch das Löschpulver waren enorm. Am Ende der Feuerlöscher-Ausbildung zündete der Referent noch Zirkonspäne (Metallspäne) an. Diese Späne verbrennen mit so hoher Temperatur, dass eine Brandbekämpfung mit Feuerlöschern, Schaum oder Wasser erfolglos ist. Hier hilft nur, den Brand mit trockenem Sand oder Zement abzudecken und das Feuer somit zu ersticken.

 

Nach Beendigung der praktischen Ausbildung ging es zurück zur Feuerwache, um die verschiedenen Werkstätten zu besichtigen. Hier werden zum Beispiel schmutzige Einsatzkleidungen und Geräte gewaschen, desinfiziert und geprüft. Ein weiterer Werkstattbereich widmet sich der Wartung, Pflege und Instandsetzung der Feuerlöscher. Hier werden die über 1000 Feuerlöscher, die auf dem Werksgelände verteilt sind, gewartet und überprüft.

 

Ein weiteres Highlight des Abends war der gewaltige Fuhrpark. Da eine Werkfeuerwehr nicht an Normen gebunden ist und die Fahrzeuge auf die Belange des Werkes angepasst werden, fanden wir in der Fahrzeughalle überwiegend „Exoten“. Hier ist alles ein wenig größer als bei einer herkömmlichen Feuerwehr.

Das Erstangriffsfahrzeug der Werkfeuerwehr ist das Trocken-Tanklöschfahrzeug (TroTLF). Dieses Fahrzeug ist stattliche 14 Meter lang, hat vier Achsen und einen Löscharm, den sogenannten „Snozzle“, auf dem Dach. Solch einen Löscharm findet man gewöhnlich auf Flugfeldlöschfahrzeugen.

 

Das Universallöschfahrzeug hat eine Pulverlöschanlage, 7000 Liter Wasser und 2000 Liter Schaummittel sowie 240 kg CO2 an Bord. Die Pumpenleistung beträgt 6000 Liter pro Minute.

 

Anschließend konnten wir unter anderem ein Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF), welches neben der feuerlöschtypischen Beladung auch Material für die Technische Hilfeleistung mitführt und einen Abrollbehälter mit Sonderlöschmittel anschauen. Nach dieser erlebnisreichen Führung traten wir die Heimfahrt nach Alzenau an.

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