Geschichtliches

Die Freiwillige Feuerwehr Alzenau kann heute auf eine knapp 150-jährige Geschichte zurückblicken. Hier ein kleiner Auszug aus unseren Anfangstagen:

Mannschaftsbild um 1950 herum

Im Jahre 1869...

Der Name Freiwillige Feuerwehr tritt erstmals am 30. Juli 1869 ins aktenkundige Licht. Der damalige Bürgermeister Michael Rosenberger legte dem Königlichen Bezirksamt Alzenau 76 Unterschriften von Männern vor, die bereit waren, einer freiwilligen Feuerwehr beizutreten.

Am 19. August 1869 schrieb das Bezirksamt an die Bürgermeisterei Alzenau zurück: "Nach Zuschrift der Freiwilligen Feuerwehr Aschaffenburg vom 18/19. d. Mts. Wird der Kommandant derselben H. Schultes mit einigen Mitgliedern am Sonntag den 22. d. Mts. Nachm. 3 Uhr dahier sich einfinden, um die Organisation der in Alzenau gebildeten Feuerwehr vorzunehmen.
Als Ort der Versammlung schlug man das gemeindliche Sitzungszimmer im neuen Schulhaus vor.
 

Leistungsprüfung "Löschgruppe" in der 60er Jahren

Nach der Gründungsversammlung am 22. August im Beisein von Bezirksamtmann Angerer wählte man am 5. September 1869 die Ausschussmitglieder.
Die Wahlen ergaben folgendes:

 

Ausschussmitglieder:
Johann Hufnagel, Metzgermeister
Christoph Sittinger, Gastwirt
Sebastian Ludorf, Maurermeister
Johann Köbert, Lehrer, wurde Cassier
Führer der Steigermannschaft: Joseph Hufnagel, Maurer
Führer der Spritzenmannschaft: Theodor Reisert, Müller
Führer der Wasserzubringer: Karl Hasenstab, Kulturtechniker

Leistungsprüfung "THL" in den 90er Jahren

Haussammlungen und Spenden der in Alzenau vertretenen Feuerversicherungen ermöglichten die ersten Anschaffungen, die am 1. November 1869 für 400 Gulden vorgenommen werden konnten. Das Generalkommando überließ der Alzenauer Feuerwehr 30 gebrauchte Lederhelme. Für die übrige Mannschaft wurde auf Kosten der Mitglieder einheitliche Schirmmützen angeschafft. Weitere finanzielle Mittel konnten durch die Ausgabe von 25 Aktien bereitgestellt werden, die durch Mitgliederbeiträge abgegolten wurden.
Zusammen mit der Nachbargemeinde Kälberau besaß Alzenau zu dieser Zeit eine Handdruckspritze. Nach einigem Schriftverkehr über die Instandhaltungskosten erklärte sich der Kälberauer Bürgermeister am 10. Januar bereit, die Spritze der Feuerwehr Alzenau zu überlassen.
Die Übungen für jede Mannschaftsgruppe wurden durch verschiedene Hornsignale angekündigt. Bei einem Brand läuteten die Kirchenglocken.

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