Lagerhallenbrand in einem Industriebetrieb – 3 Firmenmitarbeiter verletzt

Heute Nacht brannte eine ca. 20 mal 30 Meter großen Wertstoffsammelhalle eines Umweltschutzbetriebes im Industriegebiet Alzenau-Nord, in der große Mengen Recyclingmaterial gelagert waren. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr hatten Firmenmitarbeiter bereits drei in der Halle abgestellte Lkw ins Freie fahren können und erste Löschversuche mit firmeneigenen Löschgeräten unternommen. Ein Gabelstapler wurde allerdings Raub der Flammen. Drei Firmenmitarbeiter erlitten bei den Löscharbeiten offensichtlich Rauchgasvergiftungen und wurden vom Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Die Feuerwehren wurden gegen 03.27 Uhr zu dem Brand alarmiert. Der Alzenauer Kommandant Frank Ritter, der bei der Einsatzleitung durch Kreisbrandrat Karl-Heinz Ostheimer und Kreisbrandinspektor Frank Wissel unterstützt wurde, lies sogleich mehrere Atemschutztrupps mit 3 C-Rohren vorgehen. Im weiteren Einsatzverlauf wurden dann noch 3 Schwerschaumrohre zur Brandbekämpfung vorgenommen. Die mit einem Wenderohr ausgestattete Drehleiter stand in Bereitschaft, musste aber nicht eingesetzt werden.

Die massiven Löschmaßnahmen zeigten bald Wirkung, so war der Brand gegen 04.10 Uhr unter Kontrolle. Die anschließenden Nachlöscharbeiten erwiesen sich als sehr zeitintensiv und dauern zur Stunde noch an. Mit einem firmeneigenen Bagger wurde das brennende Wertstoffmaterial in Absetzmulden umgeladen und mit Lkws ins Freie transportiert, wo es dann endgültig abgelöscht wurde. Zur Löschwasserversorgung wurde unter anderem auch die firmeneigene Löschwasserzisterne herangezogen.

In der Umgebung der Einsatzstelle war eine deutliche Geruchsbelästigung durch den Brandrauch wahrnehmbar. Mit den Messgeräten der Feuerwehr konnten jedoch keine gesundheitlichen Gefährdungen für die Bevölkerung festgestellt werden.

 

Es kamen die Feuerwehren Alzenau, Kälberau, Michelbach und Wasserlos sowie Sonderfahrzeuge aus Großostheim, Karlstein, Kleinostheim, Mömbris und Stockstadt und die Kreisbrandinspektion mit insgesamt 19 Fahrzeugen und 90 Einsatzkräften zum Einsatz. Der Rettungsdienst war mit 3 Rettungswagen, einem Notarzt, einem Einsatzleiter Rettungsdienst und einem Fachberater vor Ort. Einsatzende war gegen 10:00 Uhr.

 

Text: KBM Thomas Rollmann, Pressesprecher Kreisbrandinspektion Landkreis Aschaffenburg

Weitere Bilder und Videos zu diesem Einsatz finden Sie z. B. hier, hier oder hier

 

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